Wie das Wild Camp entstanden ist
Felix’ Eltern kauften in den 1970er-Jahren ein Podere in der Campagna der Maremma – zuerst als Feriendomizil, dann als Wohnsitz. Felix war zehn, als die Familie ganz nach Italien zog. Schule und Abitur hat er hier in der Toskana gemacht.
1999 führte ihn der Wehrdienst zurück nach Deutschland. Dort haben Manuela und Felix sich kennen und lieben gelernt. Sie studierte Psychologie, Pädagogik und interkulturelle Kommunikation, er Forstwirtschaft.
Nach dem Studium arbeitete Felix für ein deutsches Sägewerk, später für eine Firma in Österreich – und die machte möglich, was er Manuela jahrelang vorgeschlagen hatte: von der Toskana aus zu arbeiten. Mit ihrem Abschluss und der Geburt des ersten Kindes saßen beide auf gepackten Koffern und wanderten mit einem sechs Wochen alten Sohn aus, in das Haus, in dem Felix groß geworden ist. Für Felix eine Heimkehr, für Manuela ein Abenteuer.
Felix reiste viel und war meist nur am Wochenende zu Hause. Nach dem zweiten und dem dritten Kind wuchs die Sehnsucht, mehr Zeit miteinander zu verbringen – und der lange schlummernde Traum vom Wild Camp nahm Form an.
Gekauft wurde das Grundstück im Jahr des Corona-Virus. Manuela war sich sicher, als sie vor dem Haus aus dem Auto stieg und das Tal der Maremma vor sich sah. Felix war sich sicher, als sie mit einem alten Pickup durch den jahrhundertealten Olivenhain fuhren.
Nach der Renovierung des Haupthauses und dem aufwendigen Poolbau kamen die durch den Ukraine-Krieg explodierenden Material- und Baukosten dazwischen. Glamping- und Campingplatz waren nur zu finanzieren, wenn die beiden jede Arbeit selbst machten. 2023 gab Felix seinen Job auf. Im Juli 2024 machten sie die ersten Schritte in die Welt des Agricampeggio – und die Ideen gehen nicht aus.


